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Lagerfeuer anzünden: Feueraufbau und Methoden

Lagerfeuer: Arten und Methoden zum Anzünden: Ratgeber

⏱ 5 Min. Lesezeit

Platz, Zunder, Feuerarten, Sicherheit. Ein Ratgeber nach amtlichen Empfehlungen. Derselbe Text ist in der kostenlosen App SurvivalZone.app und funktioniert ohne Internet.

Feuer wärmt, kocht Wasser und macht Mut. Prüfe vorher, ob es erlaubt ist: Die Regeln unterscheiden sich je nach Land und Gebiet, und in vielen Gegenden ist offenes Feuer im Wald oder bei Trockenheit und hoher Waldbrandgefahr verboten.

Platz und Sicherheit

Sicherer Platz: freigeräumter Steinkreis, Wasser und Schaufel in Reichweite
Sicherer Platz: freigeräumter Steinkreis, Wasser und Schaufel in Reichweite
  1. Wähle einen windgeschützten Platz, weit weg von Bäumen, Büschen, trockenem Gras, Zelt und tiefen Ästen.
  2. Räume einen Kreis von etwa 2 m von Laub, Nadeln und Grasnarbe frei. Zünde kein Feuer auf Moos oder Torf an: Es kann unterirdisch weiterglimmen.
  3. Umrande das Feuer mit Steinen oder grabe eine flache Mulde. Meide nasse Flusssteine: Sie können platzen.
  4. Halte Wasser oder Sand bereit. Lass ein Feuer nie unbeaufsichtigt.
  5. Halte Kinder mindestens 2 m vom Feuer fern.

Drei Dinge, die du zuerst sammelst

Drei Haufen: Zunder, Anmachholz und Brennholz
Drei Haufen: Zunder, Anmachholz und Brennholz
  1. Zunder: trockenes Gras, Birkenrinde, wachsgetränkte Watte, Papier, Späne von trockenem Holz, Zapfen, Harz. Er soll von einem Funken oder einer Streichholzflamme Feuer fangen.
  2. Anmachholz (streichholz- bis bleistiftdick): trockene Zweige, die knackend brechen. Sammle mehr, als du denkst.
  3. Brennholz: Holz, das Schritt für Schritt dicker wird, vom Handgelenk bis zum Unterarm. Nimm trockenes, stehendes oder vom Boden abgehobenes Holz, kein Holz vom nassen Boden.

Feueraufbau

Tipi
Tipi
Blockhaus
Blockhaus
Stern
Stern
Dakota-Feuerloch (Querschnitt)
Dakota-Feuerloch (Querschnitt)
  1. Tipi: Anmachholz als Kegel um den Zunder gestellt. Fängt schnell Feuer und gibt eine starke Flamme, gut zum Wasserkochen.
  2. Blockhaus: ein Quadrat aus Scheiten, darauf Schichten aus immer feinerem Holz. Brennt gleichmäßig und lange, gut für Wärme und Glut.
  3. Schräg (Lean-to): ein langer Stock an einem Stein, darunter Anmachholz. Gut bei Wind, weil er die Flamme schützt.
  4. Stern: dicke Scheite wie Speichen mit sich berührenden Enden. Brennt langsam und spart Holz: Du schiebst die Scheite nach.
  5. Dakota-Loch: zwei verbundene Löcher, eines für das Feuer, eines für die Luftzufuhr. Wenig Rauch und Funken, windgeschützt.
  6. Plattform: Bei nassem oder verschneitem Boden zuerst eine Unterlage aus dicken Stöcken oder Rinde legen.

Methoden zum Anzünden

Feuerstahl: Funken auf trockenen Zunder
Feuerstahl: Funken auf trockenen Zunder
Streichhölzer, Feuerzeug und Linse
Streichhölzer, Feuerzeug und Linse
  1. Streichhölzer und Feuerzeug: am einfachsten. Sturmstreichhölzer oder Streichhölzer in wasserdichter Dose gehören in jeden Rucksack. Ein Feuerzeug mag keine Kälte: Trag es nah am Körper.
  2. Feuerstahl (Ferrocerium): Kratze den Stab mit dem Messerrücken, sodass die Funken auf den Zunder fallen. Funktioniert nass und bei Kälte. Halte den Stab tief am Zunder und ziehe das Messer zurück.
  3. Lupe oder Linse: nur bei starker Sonne. Bündle den Punkt auf dunklem, trockenem Zunder.
  4. 9-V-Batterie und feine Stahlwolle: An die Pole gehalten glüht die Wolle und entzündet sich. Halte sie vom Gesicht fern.
  5. Bogenbohrer: letzter Ausweg, braucht Kraft, Übung und trockenes Holz. Übe vorher, in einer Krise bleibt dafür keine Zeit.

Schritt für Schritt

  1. Bereite alles vor dem ersten Funken vor: Zunder, Anmachholz in drei Stärken und Brennholz.
  2. Lege den Zunder auf eine trockene Unterlage (Rinde, ein Stück Holz) und baue darum dein Feuer auf.
    Zunder auf trockener Unterlage, das Holz darum
    Zunder auf trockener Unterlage, das Holz darum
  3. Zünde den Zunder von der Windseite an und puste sanft an der Basis.
    Von der Windseite anzünden und unten pusten
    Von der Windseite anzünden und unten pusten
  4. Lege zuerst dünnes, dann dickeres Holz nach. Erstick die Flamme nicht mit zu viel Holz: Feuer braucht Luft.
    Erst dünnes, dann dickeres Holz
    Erst dünnes, dann dickeres Holz
  5. Halte das Feuer klein und stabil. Ein großes Feuer bedeutet mehr Risiko und mehr Holzverbrauch.
    Kleines, stetiges Feuer, Wasser griffbereit
    Kleines, stetiges Feuer, Wasser griffbereit

Wenn alles nass ist

  1. Suche trockenes Holz unter umgestürzten Stämmen, in toten, stehenden Ästen und unter Felsüberhängen. Ein trockener Zweig knackt, ein nasser biegt sich.
    Trockener Kern aus nasser Rinde und ein Federstab
    Trockener Kern aus nasser Rinde und ein Federstab
  2. Schäle nasse Rinde ab und nimm den trockenen Kern. Mach „Federstöcke“: Locken, die an einem Stock hängen.
  3. Auf Schnee oder nassem Boden baue eine Plattform aus Stöcken.
  4. Wenn du sie hast, nimm Anzündwürfel, Wachs oder mit Vaseline getränkte Watte.

Löschen

  1. Verteile die Glut und gieße Wasser darüber, bis das Zischen aufhört. Rühre um und prüfe mit dem Handrücken, ob sie kalt ist.
    Wasser darüber gießen und Glut rühren, bis sie kalt ist
    Wasser darüber gießen und Glut rühren, bis sie kalt ist
  2. Ohne Wasser deckst du das Feuer mit Erde oder Sand ab, aber nur, wenn keine Wurzeln darin glimmen.
  3. Lösche, bevor du gehst. Die Asche muss sich kalt anfühlen.

Achtung

Siehe auch

Häufige Fragen

Welcher Feueraufbau ist für Anfänger am besten?

Das Tipi: Es fängt schnell Feuer und gibt eine starke Flamme, gut zum Wasserkochen.

Was tun, wenn alles nass ist?

Trockenes Holz unter umgestürzten Stämmen und in toten Ästen suchen, nasse Rinde abschälen und eine Plattform aus Stöcken bauen.

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Quellen

Amtliche Quellen werden täglich automatisch geprüft. Letzte Prüfung: 2026-11-04.

Allgemeine Hinweise; sie ersetzen nicht die Rettungsdienste. Bei Lebensgefahr 112 anrufen.